Nach einem bedeutenden Erdbeben passt sich die Erdkruste an die durch den Bruch veränderten Spannungen an. Zusätzliche Beben in der betroffenen Region werden Nachbeben genannt. Sie können nach sehr großen Ereignissen Tage, Monate oder länger auftreten. Die meisten sind kleiner, können aber geschwächte Gebäude zusätzlich gefährden.
Die Rate ist anfangs besonders hoch
Unmittelbar nach dem Hauptbeben liegt die lokale Erdbebenrate oft deutlich über dem Hintergrund und nimmt dann im Mittel ab. Statistische Modelle nutzen diese Entwicklung und die Hauptbebenmagnitude, um Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Zeiträume zu schätzen.
Bezeichnungen können sich ändern
Das größte Ereignis heißt Hauptbeben. Tritt später ein noch größeres auf, kann das erste als Vorbeben neu eingeordnet werden. In Echtzeit lässt sich daher nicht sicher wissen, welches Ereignis am Ende das größte der Sequenz sein wird.
Vorhersage als Wahrscheinlichkeit
Nachbebenprognosen können Wahrscheinlichkeiten für Magnitudenbereiche über Tage, Wochen oder Monate angeben. Sie nennen nicht die exakte Zeit und den exakten Ort des nächsten Bebens.
Häufige Fragen
Wie lange dauern Nachbeben?
Je nach Magnitude und tektonischem Umfeld kann die erhöhte Rate Tage bis Jahre anhalten.
Kann ein Nachbeben größer sein?
Ja. Dann wird das spätere Ereignis zum Hauptbeben.
Werden Nachbeben immer kleiner?
Die Rate nimmt im Mittel ab, einzelne Magnituden müssen aber nicht gleichmäßig sinken.